Zu viel

Der Lauf der Welt will, dass es Natatalie immer aufregend hat. Aktuell: ein Zyklon. Der gerade jetzt unbedingt nach Kambodscha muss.
Und Natatalie? Trifft grosse Entscheidungen. Und sagt klar und deutlich: temples suck. Und hat keinen Bock auf Angkor Wat. Und faehrt da nicht hin.
Und damit schwimmt sie gegen den Strom. Denn 95% aller Touristen gehen nur nach Angkor Wat. Und dann wieder schnell weg.
Und vom ersten Moment an wird Natatalie begleitet. Von diesem Gefuehl. Das beklemmt. Bis es fast den Atem raubt. Denn es sind gerade mal 10 Jahre, dass die Kambodschaner aufgehoert haben, sich gegenseitig abzumetzeln. Und abmetzeln heisst hier: in deutschen Dimensionen. Wie viele Tote es gab, weiss keiner, aber es sind Millionen. Millionen!
Die Hauptstadt Phnom Penh, die jetzt so voller Menschen ist und laut, bunt und dreckig, die war ueber 3 Jahre in den 70ern hinweg leer. Eine Geisterstadt. Weil Kambodscha ein maoistischer Bauernstaat werden sollte. Und deshalb alle aufs Land mussten. Oder unter die Erde. Oder totgeschleift werden mussten auf der Erde.
Und die Kambodschaner, die ich sehe, auf der Strasse. Was haben die erlebt? Was haben die gesehen? Und: was haben die gemacht? Es uebersteigt alles. Mich. Meinen Horizont. Meine Vorstellungskraft. Mit links.
Und versteht ihr das? Laos, Kambodscha. Nebenan noch Vietnam. Versteht ihr was hier los war? Ich verstehs naemlich nicht.
Aber ich wills wissen. Oder vielmehr: erahnen. Was vor kuerzester Zeit hier los war. Contemporary history, quasi. Oder einfach: das Leben der Kambodschaner.

Pausa piti:
Chicos! Equipo! En ese momento estais viajando en un maldito tren. Y yo? En Phnom Penh! Sin esa rubia pedando como una reina y sin el hedonista que pincha mis canziones preferidas, nadie que me applaude…buuuuhhhh! Donde estais? Reunion, reunion! Decision! El fondo! Donde esta? Lo teneis vosotros?
Pero aqui: todo guay. Muy guay. Y los Kamboianos son bastantes atrevidos. Si si. Les gusta mucho echar los perros. Bueno! Aqui estoy.
Pues mi viaje en el minibus: mas o menos. Yo en un bus, mi mochilla en otro. No problem, miss, no problem. Y luego: ahhh, the bus left, to Cambodia! Pero despues de unos investigaciones: mi mochilla esta a mi lado. Menos mal!
Y: ahora me voy a buscar un vuelo de Phnom Penh a Phuket. Decision: no voy a Angkor Wat, ni a Bangkok. Pah! Tengo otras cosas que hacer. Mejores cosas.
Bueno chicos! Ahora me voy a tomar unas cubatas por alli. Son tan barratas! Y bebiendolas, voy a pensar en vosotros. Porque me haceis tanta falta. Un besote!


1 Antwort auf “Zu viel”


  1. 1 charli 22. November 2008 um 13:35 Uhr

    natruschka,
    ich kenne dieses gefühl,ja ich weiss zu 100 % was du meinst!1es ist so schmerzhaft.und du hättest doch nach angkor fahren sollen,denn es ist beeindruckend,neben diesem gefühl,was dich nicht verlassen wird,die menschen zu sehen,die man überall auf der welt verabscheut.denn sie sind in angkor.und du lernst dich kennen…das aufeinanderprallen von haben und sein.es ist ekelhaft.und so brutal.so grausam.ich merke,wie sehr ich es verdrängt habe,denn ich war da,vor sieben jahren.die grenze zwischen thailand und cambodia.
    ich bin gespannt,wie du ramses findest.und die kinder.ich bewundere deinen mut.pass auf dich auf!
    besos
    charlotte

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